Ludgerus

Wer ist der heilige Ludger ?

Der heilige Ludger wird meist in bischöflicher Tracht mit Stab und Mitra dargestellt. Manchmal finden sich zu seinen Füßen auch zwei Wildgänse. Dahinter steht die Legende, dass einst unzählige Wildgänse ins Land einfielen und die gesamte Ernte bedrohten. Ludger predigte den Gänsen und sie zogen ab. So brauchten die Menschen im Münsterland keinen Hunger zu leiden.

 

 

Die Jungen in der Klosterschule von Utrecht hatten einen großen Tag. Der große Missionar Bonifatius besuchte das Kloster, bevor er zu den Friesen weiterreiste. Besonders ein Junge, Ludger (Luidger), geboren im Jahr 742, hing an den Lippen des großen Missionars - so wie Bonifatius wollte er auch werden.

Ludger war sehr betroffen, als er einige Wochen später vom Tod des Bonifatius erfuhr. Umso mehr war dies für ihn ein Ansporn, später selber als Missionar zu den Friesen zurückzukehren, nach Dokkum, dorthin, wo Bonifatius erschlagen worden war.

Doch Ludger blieb nicht lange an der Küste. Von Kaiser Karl wurde ihm der Bischofssitz im reichen Trier angeboten, doch Ludger lehnte ab. Aber er zögerte keinen Augenblick, als der Kaiser ihn ins heutige Münsterland schickte. Ludger zog allein und zu Fuß ohne schützende Begleitung von Dorf zu Dorf und erzählte den Menschen aus der Bibel. Er gründete drei Klöster: in Nottuln, in Essen-Werden und Essen-Helmstedt.

Am 30. März 805 wurde Ludger zum Bischof von Münster geweiht. Obwohl er schwer krank war, reiste er durch sein Bistum. Am 25. März 809 predigte er zum letzten Mal in Coesfeld, feierte seine letzte Messe in Billerbeck und starb in der Nacht zum 26. März mit 67 Jahren.

Und so feiern wir am 26. März den Namenstag des heiligen Ludger.

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